Bruch mit alten FeindbildernBruch mit alten Feindbildern

Wolfgang Neskovic12
31.03.2006

Zu der am 31.08.06 stattgefundenen Abstimmung der CDU Cottbus über den Eintritt in ein breites Wahlbündnis unter Einschluss der Linkspartei.PDS erklärt der rechtspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag Wolfgang Nešković, dessen Wahlkreis Cottbus/Spree-Neisse ist:

Die heute von der Cottbuser CDU gefassten Beschlüsse zeugen, im Gegensatz zum Verhalten des CDU Landesverbandes und seines Vorsitzenden, von der Bereitschaft im Interesse der Stadt neue Wege zu gehen. Dies ist auch einen Bruch mit den alten Feindbildern der Union.

Die Einsicht in die Notwendigkeit über die Parteigrenzen hinweg gemeinsam für Cottbus zu arbeiten, hat auch die Linkspartei.PDS Cottbus bewogen, dieses ungewöhnliche Bündnis einzugehen ohne sich dafür offene Schelte einzuhandeln.

Es macht in der gegebenen Situation keinen Sinn mit ideologischen Scheuklappen herum zu laufen. Die Probleme von Cottbus werden nur gemeinsam gelöst oder gar nicht. Das sich abzeichnende Bündnis der fünf unterschiedlichsten politischen Gruppierungen zum Wohle der Stadt halte ich, trotz anfänglicher Bedenken, für einen machbaren Weg.

Herr Kelch hat Rückgrat bewiesen, er stellt, wie alle anderen Bündnispartner, die Interessen der Stadt vor jene der Partei. Dafür gilt ihm Respekt.

Der bedauerliche Umgang der SPD mit ihrer Vizevorsitzenden Dr. Martina Münch macht allen deutlich, dass es dieser Partei in Cottbus nur um reine Machtpolitik geht. Die "Herzensangelegenheit" des Infrastrukturministers Szymanski ist einfach nicht glaubwürdig. Seine Bereitschaft zur Kandidatur kommt um 4 Jahre zu spät, jetzt braucht sie niemand mehr.