Den Mythos des Geheimen zerstören
Zur gesetzlichen Neuregelung der parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste erklärt Wolfgang Nešković MdB, Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums:
„Die bestehenden Gesetze reichen nicht aus, um eine wirksame parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste zu gewährleisten: Darüber herrscht parteiübergreifend Einigkeit. Doch die bisherigen Änderungsvorschläge, insbesondere der Regierungsfraktion, tragen nicht wesentlich zur Behebung dieses Kontrolldefizits bei.
Der Gesetzesentwurf aus meinem Büro geht weit über diese Vorschläge hinaus, indem er die Kontrolle an einen Kontrollausschuss dirigiert, der das Parlamentarische Kontrollgremium ablösen soll. Ihm gegenüber hat die Bundesregierung eine weitergehende und konkretere Unterrichtungspflicht. So muss sie ihn auch über die Weitergabe von Daten an Militärs sowie an in- und ausländische Institutionen informieren.
Die Nachrichtendienste werden verpflichtet, jede Weitergabe personenbezogener Daten zu begründen und zu dokumentieren.
Außerdem werden die Kontrollrechte insgesamt gestärkt und effektive Minderheitenrechte geschaffen.
Es wird ein umfassender Rechtsschutz der einzelnen Mitglieder gegenüber der Regierung und der Ausschussmehrheit eingeführt.
Die Bespitzelung von Abgeordneten soll nur noch mit Genehmigung des Ausschusses möglich sein."





