Das Schweigen beenden
Zu den drohenden Änderungskündigungen in der Cottbuser Stadtverwaltung äußert sich der Lausitzer Bundestagsabgeordnete und rechtspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Wolfgang Nešković:
Es ist erforderlich einen Weg zu finden, der die drohenden Änderungskündigungen in der Cottbuser Stadtverwaltung verhindert.
Vor über fünf Wochen wurden die Personalkürzungspläne auf 80% in der Behörde durch die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung beschlossen und sorgen seither für aufgeregte Debatten unter den Beschäftigten. 2/3 der ver.di Mitglieder lehnen eine Kürzung ihrer Gehälter auf 80% ab. Seitdem herrscht Schweigen.
Es ist daher dringend notwendig, diese Sprachlosigkeit zu beenden und in neue Verhandlungen einzutreten. Hierzu appelliere ich an die Stadtspitze, ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten.
Betriebsbedingte Kündigungen können nicht im Interesse der Stadt sein. Lange Rechtsstreitigkeiten mit unsicherem Ausgang und das künftige Fehlen der jungen Generation in der Verwaltung wären die Folge. Von den Kündigungen wären ausschließlich jüngere Mitarbeiter betroffen, dies hätte fatale Auswirkungen auf die Personalentwicklung. Es liegt also an der Stadt, das Schweigen zu beenden und die Bedingungen für neue Verhandlungen zu schaffen. Aufgrund meiner langjährigen richterlichen Praxis wäre ich bereit, hier vermittelnd tätig zu werden.





