Unkontrollierbares Risiko
„Die Braunkohle hat keine Zukunft. Daran ändert auch der sich abzeichnende schnellere Atomausstieg nichts. Risikotechnologien wie die CCS-Technik sind niemals mit letzter Sicherheit beherrschbar. Deshalb sollten alte Anlagen wie Jänschwalde nicht belobigt, sondern bald abgeschaltet werden“, sagt Wolfgang Neskovic anlässlich der nach der Katastrophe von Fukushima aufkeimenden Debatte über die verstärkte Nutzung von Braunkohle. Der Justiziar der Fraktion DIE LINKE und Bundesrichter a.D. fährt fort:
„Jänschwalde ist der zweitgrößte Klimakiller Deutschlands. Das Kraftwerk ist in seinem Fortbestand auch nicht durch die CCS-Technologie zu retten.
Niemand weiß, wie sich CCS-Speicherstätten auf Mensch und Umwelt auswirken. Das so genannte Restrisiko hochriskanter Technologien wird regelmäßig unterschätzt. Das gilt nicht nur für die Atomtechnik, sondern auch für die CCS-Technik. Kohlendioxid müsste hiermit über zehntausende von Jahren sicher in der Erde verbleiben. Niemand kann heute eine Garantie dafür geben, dass mit CCS die Sicherheit der kommenden Generationen gewährleistet werden kann.
Die Katastrophe von Fukushima sollte uns eine Warnung sein, dass Risikotechnologien niemals mit voller Sicherheit beherrschbar sind.
Deshalb berät die Linksfraktion im Deutschen Bundestag heute über einen Gesetzesentwurf, der die Verpressung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid in ganz Deutschland untersagen soll.“





