Beitritt ohne Fortschritt? - Nachdenken über zwanzig Jahre deutsche Einheit.
Zwanzig Jahre nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Der Rückblick auf den Beitrittsprozess erschließt heute drängende Fragen: Warum hat der Zusammenbruch der DDR zu keinem anhaltenden Aufblühen der Demokratie geführt? Weshalb schwinden sozialer Frieden und Bürgerfreiheiten seit 1990 in rasantem Tempo? Wie konnte es dazu kommen, dass ein radikalisierter Marktglauben die Demokratie innerhalb kürzester Zeit in ihrem Fundament beschädigt?
Über diese Fragen diskutiert Wolfgang Nešković, Bundesrichter a.D. und Mitglied im Vorstand der Fraktion Die LINKE im Deutschen Bundestag, mit der Schriftstellerin Daniela Dahn. Sie ist eine der profiliertesten Kommentatorinnen des deutsch-deutschen Einigungsprozesses und hat mit ihrem Buch „Wehe dem Sieger. Ohne Osten kein Westen“ eine viel beachtete Analyse der deutschen Entwicklung seit 1990 vorgelegt. Daniela Dahn ist Mitherausgeberin der Wochenzeitung der Freitag.
Ort: Bremen, Forum Plenarsaal, Am Caféquartier, auf dem Veranstaltungsgelände "Der Deutsche Bundstag in Bremen" zwischen Hansator und Neptunstrasse



