Podiumsdiskussion: Der Sozialstaat und die Wirtschaftskrise
Die Politik des Neoliberalismus hat den "notleidenden Banken" Milliarden zugeschanzt. Doch sie unternimmt nahezu Nichts gegen die täglichen Finanzkrisen der arbeitenden und der sozial ausgegrenzten Menschen. Die herrschende Politik hat weder den Finanzmarkt erkennbar reguliert, noch für eine sozial gerechte Wirtschaftspolitik gesorgt. Ihr Erklärungsmodell für die sich auswachsende Wirtschaftskrise ist so einfach, wie falsch. Die Krise sei Folge einer Finanzkrise, die aus dem Zusammenbruch einer einzigen Bank stamme. Tatsächlich aber sind die Anfälligkeit der Märkte systemischer Natur. Prof. Heiner Flassbeck erläutert den täglichen Missbrauch der internationalen Finanzmärkte und begründet die Notwendigkeit einer vermehrten staatliche Ausgabenpolitik. Wolfgang Nešković, MdB skizziert in seinem Vortrag den wirtschaftlichen Zusammenhang dem sozialen Elend einerseits und der Krisenanfälligkeit des Wirtschaftssystems andererseits.
Eine Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Heiner Flassbeck (Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung UNCTAD) und Wolfgang Nešković, MdB (Bundesrichter a. D.). Es moderiert Jens Petermann, MdB (Rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag). Das Grußwort hält Dr. Volkmar Schöneburg (Minister der Justiz in Brandenburg).
Ort: Humboldt-Universität Berlin, Juristische Fakultät, Hörsaal: Raum 213, Unter den Linden 9, 10117 Berlin



